Mittwoch, 14. September 2011

Kapitallebensversicherung – Alternative in der Altersvorsorge?

Gastbeitrag von finanzen.de

Die Altersvorsorge ist eines der aktuellsten Themen. Der Deutsche spart gern und viel für das Alter. Im vergangenen Jahr lag die Sparquote im Schnitt bei elf Prozent. Auch die Möglichkeiten für das Alter vorzusorgen steigen. Viele Verbraucher haben bereits auf eine Kapitallebensversicherung gesetzt. Die Beliebtheit dieser Form der Altersabsicherung ist jedoch stark gesunken. Daran ist unter anderem die Senkung des Garantiezinses von 2,25 Prozent auf 1,75 Prozent schuld.

Vor- und Nachteile einer Kapitallebensversicherung
Neben dem niedrigen Garantiezins hat die Kapitallebensversicherung noch einen weiteren großen Nachteil: Die Besteuerung. Für Verträge, welche ab dem Jahr 2005 abgeschlossen wurden, gilt nunmehr, dass die Erträge aus einer solchen Versicherung steuerpflichtig sind. Die Steuersätze unterscheiden sich jedoch nach Zeitpunkt der Auszahlung und Dauer der Beitragszahlungen. Für Verträge, welche davor abgeschlossen wurde, gilt die Regelung, dass die Erträge steuerfrei sind. Voraussetzung: Die Laufzeit liegt bei insgesamt über 12 Jahren und es wurden mindestens fünf Jahre Beiträge gezahlt.
Der Vorteil einer Kapitallebensversicherung ist ganz klar die Verknüpfung einer Risikoabsicherung im Todesfall und das Ansparen für den eigenen Lebensabend. Bei einer einfachen Risikolebensversicherung spart der Versicherte keine Garantiewerte an, welche er bei Erleben des Versicherungsendes erhält. Eine Kombination, wie in der Kapitallebensversicherung, hat also den Vorteil, sowohl das Risiko als auch das Alter abzusichern.
Durch die Möglichkeit einer kleinen steuerlichen Vergünstigung, gegenüber anderen Kapitalanlagen, kann hier bei langfristiger Einzahlungen von mehr als 12 Jahren und Auszahlung der Versicherungssumme nach dem 62. Lebensjahr, ein weiterer Vorteil entstehen. Dann unterliegen nur noch 50 Prozent des Ertrages der Steuer. Daher sollte eine Kapitallebensversicherung nur als langfristiges Altersvorsorgeprodukt in Betracht gezogen werden.