Donnerstag, 14. Juni 2012

Ein Kissen für den König: Traumbetten aus Niederbayern

Das Traditionsunternehmen Mühldorfer beliefert weltweit das "who is who" der Luxus-Hotels mit edler Bettware. Sogar arabische Könige nächtigen auf Kissen aus dem Bayerischen Wald.

Haidmühle (obx - internet-zeitung) - Wenn Könige und Präsidenten, Wirtschaftsbosse und Hollywood-Schönheiten in den großen Luxus-Hotels dieser Welt nachts in Träume versinken, schlummern sie oft auf Kissen aus Niederbayern. Das Familienunternehmen Mühldorfer aus Haidmühle im Bayerischen Wald (Landkreis Freyung-Grafenau) beliefert weltweit Top-Hotels und sogar die arabischen Königshäuser von Dubai über Saudi Arabien bis Abu Dhabi und Katar mit flauschigen Betten der Extra-Klasse. Die Kundenliste reicht von Edel-Ketten wie Kempinski und Ritz Carlton bis zum weltweit ersten Sieben-Sterne-Hotel Burj al Arab in Dubai. Seit rund 20 Jahren behauptet sich Mühldorfer als führender Hersteller für Luxus-Bettwaren. Erst jüngst haben die arabischen Traum-Hotels des Mittleren Ostens das niederbayerische Traditionsunternehmen in der Umfrage eines Fachmagazins zur Nummer 1 unter den zehn führenden Bettwarenlieferanten gewählt.

Bei der Gründung von Mühldorfer vor über 90 Jahren im hintersten Teil des Bayerischen Waldes war die große weite Welt noch fern. Firmengründerin Sidonie Mühldorfer startete 1920 ihr Betten-Unternehmen an der tschechischen Grenze, weil es im nahen Böhmen reichlich Gänse als Daunenlieferanten gab. Seit die zwei Urnichten der "Gründermutter", die Geschwister Elisabeth Hintermann und Maximiliana Pangerl, das Geschäft 1987 übernommen haben, ist es mit der Beschaulichkeit vorbei.

Als die Emirate im Mittleren Osten damit begannen ihre Ölmilliarden in Luxus-Hotels aus Tausendundeiner Nacht zu investieren, war der Mittelständler aus Niederbayern zur Stelle - mit Erfolg: Seit Dubais Scheichs für ihr Mega-Luxus-Hotel Burj al Arab den super-weichen Betten aus dem Bayerischen Wald den Zuschlag gaben, boomt das Geschäft mit den Fünf-Sterne-Hotels. "Ein weiches Kissen, wie es sie bei uns gibt, kannte dort gar keiner", sagt Elisabeth Hintermann über die Reaktionen der Hotelausstatter aus dem Ölscheichtum.

Heute beliefert Mühldorfer weltweit das "who is who" der Top-Hotels mit ihren edlen Bettwaren. Die etwa 50 Mitarbeiter erwirtschaften jährlich rund 7 Millionen Euro Umsatz, davon drei Viertel im Ausland. Rund 300.000 Betten und Kissen verlassen pro Jahr das Unternehmen in alle Teile der Welt. Dafür ist Mühldorfer unter anderem mit dem Bayerischen Exportpreis ausgezeichnet worden.

Ein Geheimnis des Erfolgs der bayerischen Traumbetten: Das besonders klare und weiche Wasser aus dem Bayerischen Wald, in dem die Daunen vor dem Befüllen der Betten gewaschen werden. In dem fast kalkfreien Wasser richten sich die kleinen Widerhaken der Daunen-Federn besonders gut auf. Die Folge: Die Federn hängen wie in einer Kette aneinander und bilden Luftpolster für ein angenehmes Klima unter der Decke. Neben Zuchtgänsen aus Osteuropa liefern auch isländische Eiderenten Daunen für die besonders edlen Betten. Für bis zu rund 1000 Euro im Online-Shop kann sich jeder eines der niederbayerischen Luxus-Betten auch ins heimische Schlafzimmer holen.